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Der wichtigste Baustein für ein gutes Rad ist der Rahmen! Von ihm hängt es ab, ob die Benutzung zu einer Qual oder zum Vergnügen wird!
Für dieses Herzstück sind folgende Faktoren äußerst wichtig:
- Die Rahmenkonstruktion,Rahmengeometrie und die Auswahl des Rohrsatzes
- Die Verbindungsmuffen,Anlötteile und Tretlagergehäuse
- Handwerkliches Können und Sorgfalt beim Löten oder Schweißen
- Das maßgenaue Ausrichten des Rahmens und die präzise Nacharbeitung
- Die hochwertige Lackierung oder Verchromung für Rahmen und Gabel
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„BERUHIGTER STAHL" (RUHE IM ROHR) |
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Die zur Rohrherstellung verwendeten Stähle beherbergen keine großen Geheimnisse.
Es handelt sich dabei generell um „niedrig legierten" Stahl - bei dem die Summe aller Legierungsanteile unter 5% liegt!
Dennoch, mit Zusätzen, die dem Eisen außer dem Hauptlegierungspartner Kohlenstoff
noch beigemengt werden, erzielt man bei den mechanischen und zum Teil auch den thermischen Eigenschaften erhebliche Verbesserungen!
Man sollte in diesem Zusammenhang bemerken, daß - auf Kosten der Bruchdehnung freilich - jeder der legierten Stähle durch geringes „Anlassen" beim Vergüten auf über
1000 N/mm² „hochgejubelt" werden könnte. Beim späteren Löten allerdings verliert
so ein Stahl dann etliches seiner Festigkeit"! Vergessen wir aber nicht die Dauerbelastungen, denen
ein Rahmen ausgesetzt ist! Garant für andauernde Stabilität ist eine feingekörnte Materialstruktur!
Im Metallgefüge ist Feinkörnigkeit nur zu erreichen, wenn „beruhigter" Stahl
verwendet wird. Bildlich gesprochen: Da werden Gasblasen(Lunker) unterdrückt,
die kurz vor dem Erstarren des frisch gegossenen Stahlblocks entstehen können!
Diese Poren und Löcher würde man beim späteren Walzvorgang zwar verschweißen,
an deren Rändern lagern sich jedoch festigkeitsmindernde Entmischungsprodukte" der Legierung ab.
Die Lunkervermeidung gelingt zum einen durch Zusatz von Mangan, sie kann zudem
durch geringfügige Beigaben von Aluminium oder Silizium gefördert werden. |
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DIE LEGIERUNGS-STOFFE BEI STAHLRAHMEN |
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Die Rahmenrohre können mit folgenden Stoffen legiert werden:
- Kohlenstoff(C): erhöht die Zugfestigkeit, verringert die Bruchdehnung; verringert die Schweißbarkeit.
- Chrom(CR): erhöht die Zugfestigkeit, senkt aber geringfügig dieBruchdehnung;
schützt vor Wasserstoffversprödung.
- Molybdän(M): erhöht die Dauerschwingfestigkeit, verhindert Sprödigkeit durch Wärmebehandlung(Anlaßsprödigkeit), verbessert die Schmiedefähigkeit.
- Nickel(NI): steigert die Zugfestigkeit, verbessert die Restistenz gegen Kerben, vermeidet starkes Kornwachstum.
- Mangan(MN): erhöht die Zugfestigkeit, verbessert die Resistenz gegen Kerben,
macht den Stahl allerdings anlaßspröde und empfindlich gegen Überhitzung(Grobkornbildung), „beruhigt" den Stahl(siehe Erklärung oben:
Beruhigter Stahl).
- Vanadium(V): macht den Stahl anlaßbeständig, verhindert die
Überhitzungsanfälligkeit.
- Silizium(SI): erhöht die Zugfestigkeit, senkt die Bruchdehnung, „beruhigt"
den Stahl.
- Aluminium(AL): „Beruhigt den Stahl"( siehe oben).
- Schwefel(S) machen Stahl kerbempfindlich; gelten als Verunreinigungen,
+ Phosphor(P) ihr Anteil im Stahl ist daher möglichst gering zu halten.
Textquelle: www.fahrrad-gruber.de
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